Studienfahrten


Studienfahrt Tal der Sonne

11.bis 15. September 2019

Leitung und Bericht:   Friedel Hoffmann
Bilder:                         Friedel Hoffmann, Wolfgang Jaworski, Renate Schäfer

Der Landesverband der EAB NRW bot diese Studienfahrt ins Tal der Sonne mit Erlebnisfahrt Bernina-Bahn an. Spontan hatten sich mehrere Hiesfelder Ehepaare für diese Fahrt angemeldet. Da Ulrich Wöst die Betreuung kurzfristig abgeben musste, übernahm ich die Leitung dieser Studienfahrt. In einer Besprechung in Essen informierte Ulrich mich und Manfred Olivier über den Stand der Reise und so traten wir dann schon nachts am 10. September unsere lange Busfahrt an. Acht Mitreisende aus Gelsenkirchen saßen in Hiesfeld schon im Bus und wir 18 Hiesfelder nahmen noch 10 in Beeck und 7 in Düsseldorf an Bord.



Dank zweier Busfahrer der Firma Breiden erreichten wir nach knapp 1000 km am frühen Nachmittag Male im Nordwesten des Trentino. Nach dem Einchecken in unser Hotel Henriette noch die Gelegenheit den kleinen Ort Male ein wenig kennen zu lernen.

Am nächsten Morgen erkundeten wir die Brenta-Gruppe der Dolomiten mit unserem Reiseführer Rudy. Wie sagte schon Reinhold Messner: "Wenn ich unter allen Bergen der Welt meine Lieblingsberge auswählen müsste, würde ich mich sicher für die Dolomiten entscheiden ." Von den vielen Fahrten mit der EAB nach Südtirol kannte ich schon viele Gebiete der Dolomiten, die Brenta-Gruppe war jedoch Neuland für mich. Unser Reiseführer Rudy brachte uns diesen südlichsten Teil der Dolomiten hervorragend nahe.

Zuerst fuhren wir von Male über den Passo Campo Carlo Magna in den berühmten Skiort Madonna di Campiglio. Nach einer längeren Pause ging es weiter nach Pinzolo. Unterwegs ein kurzer Fotostopp mit Blick auf die Brenta Dolomiten.

Kurz vor Pinzolo bogen wir ab ins Val di Gedo und wanderten zu den Wasserfällen "Cascata di Nardis".



Weiter ging es nach Molveno. Vom "Lago di Molveno" hatten wir einen tollen Blick auf die Brenta-Gruppe und nach einer längeren Pause ging es zurück nach Male. Am Abend nach dem Essen in unserem Hotel die Gelegenheit zu einer kleinen Grappa-Probe.



Das Highlight unserer Studienfahrt am nächsten Tag. Schon um 6.00 Uhr wurde gefrühstückt, damit wir über den Tonale-Pass pünktlich zur Abfahrt der Bernina-Bahn Tirano erreichten. Um 10.07 Uhr saßen wir dann alle im Panoramawagen der Rhätischen Bahn Tirano - St. Moritz.



Die 1910 fertiggestellte Bahnlinie brachte uns von Tirana (429 m.ü.M.) vorbei an den Gletschern des Bernino-Passes auf 2.253 m über Meer und dem Lago Bianco nach St. Moritz (1.775 m.ü.M.), das wir um 12.36 Uhr erreichten. Petrus meinte es gut mit uns und der Blick durch die großen Panoramafenster war einfach toll und in Alp Grüm, dem einzigen Restaurant mit Nur-Bahn-Anschluss, auf 2.091 m ein kleiner Stopp, den leider nur wenige nutzten, um kurz auszusteigen.



In St. Moritz leider nur wenig Zeit zum Bummeln am Moritz-See und die Möglichkeit eine Kleinigkeit zu essen, denn um 14.00 Uhr ging es mit dem Bus zurück nach Male. Zuerst entlang der Bahnstecke und anschließend wieder über den Tonale-Pass ins Tal der Sonne, das wir gegen 19.00 Uhr pünktlich zum Abendessen erreichten.

Am nächsten Tag brachte uns eine Schmalspurbahn von Male nach Trient, der Hauptstadt des Trentino. In knapp 1 ½ Stunden führte uns die Fahrt durch Apfelplantagen der vielen Bergdörfer, umgeben von der Bergwelt der Brenta-Dolomiten zum Bahnhof von Trient, wo uns unsere Stadtführerin Antonietta in Empfang nahm. Vorbei am Park mit dem Denkmal für Italiens großen Dichter Dante ging es durch die Altstadt mit ihren vielen Palästen zum Domplatz mit dem Stadtturm und dem Neptun-Brunnen. Nach der Dombesichtigung blieben einige in den Restaurants und der Rest spazierte noch vorbei an den Palästen und Kirchen zur Burg.




Mit unserem Bus ging es um 15.00 Uhr in eine Kellerei, wo wir auf einer Besichtigung die Sektherstellung kennen lernten und auch die Schaumweine Rotari Trentodoc verkosten durften.



Zurück im Hotel war inzwischen eine Tanz-Gruppe eingetroffen, die draußen eine Kostprobe ihres Könnens gaben. Zum Abschied servierte das Hotel ein typisch Trentiner Abendessen bei Kerzenschein und Life-Musik.



Sonntag die Rückfahrt mit etlichen Staus auf den Autobahnen und nach fast 17 Stunden hatte uns das Ruhrgebiet wieder. Die Fahrt über die Brenner-Autobahn weckte Erinnerungen an unsere vielen Südtirol-Fahrten. Die lange An- und Rückreise bei nur drei Tagen im schönen Trentino lassen mich die tollen Erlebnisse (Brenta-Rundfahrt, Bernina-Bahn und Trientbesuch) so zusammenfassen: Gerne noch einmal, aber einen Tag länger vor Ort mit z.B. Besuch des Garda-Sees und Zwischenübernachtungen bei An- und Abreise.





Friedel Hoffmann

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